Energieberatung


Energiesparen Warum?
Einsatz erneuerbarer Energien

In der Vergangenheit hatten Änderungen des Ölpreises meist den Charakter von vorübergehenden Schocks. Wegen der anhaltend kräftigen Nachfragesteigerungen nach Öl und Gas aus den asiatischen Schwellenländern und der gleichzeitig zu erwartenden Verknappungen des Angebots durch schrumpfende Reserven ist für die Zukunft mit dauerhaften Preissteigerungen bei Öl und Gas zu rechnen. Wie die Rechnungen zeigen, trifft dies die Privaten und auch die Öffentlichen Haushalte in besonderer Weise.

Es geht vor allem um den Energieverbrauch in den Bereichen Klimatisierung von Räumen und Verkehr. Wir können den drohenden Belastungen entgehen, wenn wir für eine bessere Isolierung unserer Wohnungen sorgen, effizientere Heiz- und Kühlsysteme installieren und in diesem Bereich mehr und mehr auf den Einsatz erneuerbarer Energien setzen.

Energieverbrauch im täglichen Leben:
Zum Vergleich soll der Heizenergieverbrauch eine Niedrigenergiehauses 120m2 (50kWh/m2a) dienen: 120m2 x 50kWh/m2a = 6000 kWh/a 6000 kWh entsprechen:
- 3947 Flugkilometer / Person
- 8000 Autokilometer / Person
- 11300 Bahnkilometer / Person
- 200 000 Fahrradkilometer / Person

Energieberatung – beim Neubau

Bei Neubauten wird die energetische Planung künftig zum Standard gehören. Anhand des Jahresprimärenergiebedarf für Wohngebäude, und aufgrund der Fördermöglichkeit durch die KfW gibt es folgende Energiestandards für Wohngebäude:
Passivhaus             bis 15 kWh/m2a    gefördertes Energiesparhaus
KfW Effizienzhaus 40   
Der Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) beträgt maximal 40 % des Wertes für das Referenzgebäude nach Tabelle 1, Anlage 1 ( EnEV2009).
Der Transmissionswärmeverlust H'T beträgt maximal 55 % des Wertes für das Referenzgebäude nach Tabelle 1, Anlage 1 ( EnEV2009).
KfW Effizienzhaus 55
Der Jahres-Primärenergiebedarf (QP) beträgt maximal 55 % des Wertes für das Referenzgebäude nach Tabelle 1, Anlage 1 (EnEV2009).
Der Transmissionswärmeverlust (H'T) beträgt maximal 70 % des Wertes für das Referenzgebäude nach Tabelle 1, Anlage 1 (EnEV2009).
KfW Effizienzhaus 70
Der Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) beträgt maximal 70 % des Wertes für das Referenzgebäude nach Tabelle 1, Anlage 1 (EnEV 2009).
Der Transmissionswärmeverlust (H'T) beträgt maximal 85 % des Wertes für das Referenzgebäude nach Tabelle 1,  Anlage 1 (EnEV2009).
Bis 31-03-2012 werden derzeit die kfw Effizienzhäuser 40, 55 + 70 durch die kfw gefördert.

Niedrigenergiehaus        30-70 kWh/m2a
Neubau ab 1995            90-120 kWh/m2a

Altbau nach 1982           150-180 kWh/m2a
Altbau vor 1982              230-270 kWh/m2a

(Die Werte entsprechen dem überschlägigen realen Jahresprimärenergiebedarf für Wohngebäude bezogen auf die beheizte Fläche – Energiebezugsfläche).

Energieberatung – am Bestandsgebäude
Energiesparberatung-vor Ort (BAFA)

Eine Energieberatung umfasst die gesamte Bestandsaufnahme und das Aufzeigen der verschiedenen Möglichkeiten zur energetischen Sanierung. Sie ist der erste Schritt zur energetischen Gebäudesanierung.

Eine umfassende Energieberatung empfiehlt sich bei anstehenden energetischen Gebäudesanierungen fast immer, bzw, wird diese zur Inanspruchnahme der Fördermittel verlangt.

Gefördert werden:
Gefördert werden Maßnahmen, die dazu beitragen, das energetische Niveau eines KfW-Effizienzhauses zu erreichen.
  • KfW-Effizienzhaus 55
  • KfW-Effizienzhaus 70
  • KfW-Effizienzhaus 85
  • KfW-Effizienzhaus 100
  • KfW-Effizienzhaus 115
Energieausweis/Energiepass
Auf Grundlage der Energieeinsparverordnung EnEV 2007 liefert der Energieausweis, Energiepass Daten über die Energiebilanz eines Gebäudes. Weiterhin enthält er Vorschläge zur sinnvollen und wirtschaftlichen Modernisierung. In Zukunft brauchen Sie einen Energieausweis, Energiepass sobald Sie eine Immobilie verkaufen, vermieten, verpachten oder modernisieren möchten.
Wie wir alle vom Auto die Schadstoffklassen kennen, unterscheidet der Energieausweis, Energiepass nach Effizienzklassen bzw. beziffert den Primärenergieaufwand. Der Energieverbrauchskennwert sagt aus, wie hoch der jährliche Energiebedarf des Gebäudes in kWh je m² ist. In Abhängigkeit von der Anlagentechnik wie Beheizung, Warmwasserbereitung und Belüftung sowie des verwendeten Energieträgers (Heizöl, Erdgas, Strom, Kohle etc.) ergibt sich daraus der Primärenergiebedarf, der schließlich die Schadstoffklasse des Gebäudes wiedergibt. Über diesen Kennwert kann der Käufer/Mieter im Vorfeld erfahren, ob das Objekt dem neusten Energiestandard entspricht. Was wiederum erkennen lässt, welche Energiekosten auf den Mieter/Käufer zukommen werden.
Die EnEV sieht die Erstellung von Energieausweisen grundsätzlich als Bedarfsausweis vor, ermöglicht aber für eingeschränkte Gebäudekategorien auch den Verbrauchsausweis. Während beim bedarfsorientierten Energieausweis das Gebäude nach der energetischen Qualität der Gebäudehülle und der verwendeten Anlagentechnik beurteilt wird, gibt der verbrauchsorientierte Energieausweis lediglich den tatsächlichen Energieverbrauch von mindestens 3 zurückliegenden Jahren wieder. Der bedarfsorientierte Energieausweis liefert nicht nur Daten zum Energieverbrauch sondern beziffert auch, unter Berücksichtigung des verwendeten Energieträgers, den Primärenergiebedarf. Von allen fachlichen Organisationen wird der bedarfsorientierte Energieausweis empfohlen.





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